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Explosion in der Grundschule am Dellengarten in Saarbrücken!
Von Ingo Vigneron | 6.Juli 2008
Am 5. Juli 2007 werden fünf Löschbezirke der Feuerwehr Saarbrücken zu einer Explosion in der Grundschule am Dellengarten alarmiert.
Die Einsatzkräfte finden ein mehrstöckiges Schulgebäude vor, dass wegen Sanierungsarbeiten leer stehen müsste. Schnell stellt sich heraus, dass gerade eine Bauvorbesprechung im zweiten Stock stattgefunden hat und dass drei Personen in dem verqualmten Gebäude vermisst werden.
Diese wichtige Information erhält der Einsatzleiter von einer Mitarbeiterin des Architekturbüros, die sich noch ins freie retten konnte. Für die Betreuung dieser Betroffenen wird die Notfallseelsorge & Krisenintervention Saarland e. V. an die Einsatzstelle nach alarmiert.
Das sehr große Gebäude wird nach den vermissten Personen abgesucht. Die starke Verqualmung erschwert den Einsatzkräften die Suche enorm. Fast blind, müssen sie sich Schritt für Schritt auf der unbekannten Baustelle voran tasten.
Aus dem ersten Geschoss wird ein Jugendlicher mit Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung gerettet. Schnell stellt sich heraus, dass sich noch weitere Jugendliche in dem Gebäude aufhalten. Sie haben sich unrechtmäßig Zugang zu der Baustelle verschafft und vermutlich die Explosion ausgelöst, indem sie unsachgemäß mit einem Schweißgerät experimentiert haben. Die Suche wird mit Hochdruck weiter voran getrieben.
Insgesamt werden acht Personen aus dem Gebäude gerettet. Zwei Opfer erleiden schwerste Verbrennungen und zwei weitere Opfer erleiden leichte Verbrennungen. Drei Opfer erleiden zudem Verletzungen, die sie sich beim Fluchtversuch im blickdichten Qualm zugezogen haben. Ein Opfer erleidet einen psychischen Schock. Alle Opfer haben mehr oder weniger stark mit Rauchgasvergiftungen zu kämpfen.
Eine untypische Herausforderung für die Feuerwehrkräfte ist die medizinische Erstversorgung der Opfer. Diese Aufgabe wird in der Realität frühzeitig vom Rettungsdienst übernommen. Die Übungsleitung hat diese Komponente in die Übung aufgenommen, da Feuerwehrkräfte jederzeit in eine Lage kommen können, in der sie eine medizinische Erstversorgung durchführen müssen.
Wie im Ernstfall, werden die ehrenamtlichen Helfer für diese Übung aus ihrem privaten Alltag gerissen und vor sehr schwierige Herausforderungen gestellt. Dabei werden sie – wie in einer Prüfungssituation – von ihren Vorgesetzten und Ausbildern beobachtet und bewertet.
Die Bereitschaft zu einem solchen Engagement, zeichnet ehrenamtliche Einsatzkräfte aus!
Diese Übung war eine starke Leistung.
An der Übung waren folgende Kräfte beteiligt:
- Feuerwehr Saarbrücken
- Löschbezirk 11 (Alt Saarbrücken)
- Löschbezirk 12 (Burbach)
- Löschbezirk 13 (St. Johann)
- Löschbezirk 14 (St. Arnual)
- Löschbezirk 15 (Gersweiler)
- Notfallseelsorge & Krisenintervention Saarland e. V.
- Einsatzgruppe Saarbrücken
Der Mimentrupp wurde bei der Durchführung der Übung von vier Darstellern der Jugendfeuerwehr Gersweiler unterstützt.
Ingo Vigneron
Leiter Mimentrupp
Freiwillige Notfallhilfe e. V.
Topics: Einsatzberichte | 5 Kommentare »

6.Juli 2008 at 20:47
Gibt es auch Bilder ?
6.Juli 2008 at 21:09
Hallo Gerhard,
Die Übungsleitung hat jemanden beauftragt Bilder machen.
Ich hoffe bald den Bericht mit einigen Bildern ergänzen zu können.
Gruß Ingo…
6.Juli 2008 at 22:52
Gut!
7.Juli 2008 at 07:43
Hallo Ingo,
Vielleicht sollte erwähnt werden, das bei Schweißarbeiten während den Sanierungsmassnahmen eine Explosion entstand, worauf die Personen im Gebäude zum einen die Arbeiter, zum anderen die Leute der Baubesprechung verletzt waren.
7.Juli 2008 at 15:56
Hallo Dieter,
Ich habe die Brandursache ergänzend in den Text aufgenommen.
Wir hatten uns nur auf die Geschichte mit den Jugendlichen geeinigt, weil das besser zur Darstellung gepasst hatte.
Gruß Ingo…