MIMENTRUPP: Die Ausbildungseinheit der Freiwilligen Notfallhilfe e. V.
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    Es gibt mehrere Ausbildungsstufen im Rahmen der Notfalldarstellung. Unser Ziel ist zunächst einen leichten Einstieg für zukünftige Darsteller zu ermöglichen. Die Teilnahmevoraussetzung für Darsteller wird durch eine Einweisung der Interessenten geschaffen. Der Zeitaufwand für die Einweisung beträgt ca. zwei Stunden. So eingewiesene Helfer werden als “Gelegenheitsdarsteller” geführt und dürfen bei Übungen eingeschränkt – an der Seite von erfahrenen Notfalldarstellern – eingesetzt werden.

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    Bei Eignung und weitergehendem Interesse an der Notfalldarstellung, werden Gelegenheitsdarsteller als “Anwärter” aufgenommen und nehmen an unserem Ausbildungsprogramm teil.

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    Die Grundausbildung beginnt mit dem Kurs Notfalldarstellung Teil I. Er beinhaltet die Darstellung von einfachen Verletzungen und medizinischen Notfällen sowie das erlernen der entsprechenden Schminktechniken. Die Teilnehmer sind danach in der Lage einen solchen Notfall selbst darzustellen und einen Gelegenheitsdarsteller entsprechend auf seine Rolle vorzubereiten.

    Grundsätzlich kann jeder Darsteller nur die medizinische Notfälle darstellen, über deren Symptome und Behandlung er genau informiert ist. Daher ist eine parallele Ausbildung im Sanitätswesens (z.B.: SAN-A, SAN-B, SAN-C, Einsatzsanitäter oder First Responder) erforderlich. Sehr gerne werden auch Darsteller mit weitergehender Ausbildung aus dem Rettungsdienst aufgenommen (z.B.: RS, RA und NA).

    Der Lehrgang “Notfalldarstellung Teil I” dauert ein Wochenende (2,5 Tage) und wird mit einer praktischen Prüfung abgeschlossen.

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    Die Grundausbildung beinhaltet im Kurs Notfalldarstellung Teil II eine Qualifikation mit psychosozialem Schwerpunkt. Sie Ermöglicht die Darstellung von Menschen in Extremsituationen. Die Anwärter lernen was die Ziele und Motivationen dieser Menschen sind, wie sie sich verhalten und wie sie auf verschiedene Maßnahmen reagieren können. Diese Qualifikation ist der Zentrale Teil der Grundausbildung und wird in Kooperation mit der Notfallseelsorge & Krisenintervention Saarland e. V. durchgeführt. Die Teilnehmer können danach die Rollen von Opfern und Betroffenen psychologisch korrekt darstellen. Sie sind auch in der Lage Szenarien für Betreuungseinheiten, für Einsatzgruppen der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) und für Kräfte aus speziellen Bereichen der polizeilichen Gefahrenabwehr darzustellen.

    Der Lehrgang “Notfalldarstellung Teil II” dauert zwei Tage und wird mit einer praktischen Prüfung abgeschlossen.

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    Der Lehrgang Notfalldarstellung Teil III rundet die Grundausbildung ab. Bei diesem Kurs geht es um die Darstellung. Die Anwärter lernen über ihren Schatten zu springen. Es gilt Berührungsängste abzubauen und zu lernen vor Publikum in die unterschiedlichsten Rollen zu schlüpfen. Sie lernen Gefühle auszudrücken, wie z.B. Wut, Angst und Trauer. Sie lernen wie man eine Rolle aufbaut, wie man sich über längere Zeit in eine Rolle hineinversetzt und vor allem auch wie man wieder aus der Rolle heraus tritt und Abstand gewinnt.

    Der Lehrgang “Notfalldarstellung Teil III” dauert zwei Tage und wird mit einer praktischen Prüfung abgeschlossen.

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    Nach der Grundausbildung werden die Anwärter als “Notfalldarsteller” aufgenommen. Die Grundausbildung zieht sich in der Regel über zwei Jahre. Parallel zu den Lehrgängen nehmen die Anwärter wie Gelegenheitsdarsteller an den Übungen teil und wenden das erlernte wissen an. Hierbei werden sie individuell gefördert.

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    Zusatzqualifikationen wie die Rettung aus Höhen und Tiefen sowie die Technische Hilfeleistung (z.B. für die Darstellung eingeklemmter oder verschütteter Personen) runden die individuelle Ausbildung ab.

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    Ein Aufbaukurse für Schminker befähigt die Teilnehmer zum schminken von schweren und multiplen Notfällen. Ebenso befähigen sie die Teilnehmer dazu den Darstellern die nötigen Informationen zur medizinisch korrekten Darstellung der jeweiligen Notfälle zu vermitteln.

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    Der Aufbaukurs Notfallmedizin befähigt die Teilnehmer zur Darstellung medizinischer Notfälle auf dem Niveau des Rettungsdiensts. Es wird Hintergrundwissen zur Notfallmedizin vermittelt und die Darstellung schwerer medizinischer Notfälle erlernt sowie die Wirkung einer Auswahl von Medikamenten aus der Notfallrettung.

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    Die Aufbaukurse werden mit einer praktischen Prüfung abgeschlossen.

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    Es gibt zudem zwei Ausbildungen für Führungskräfte im Rahmen der Notfalldarstellung.

    Die Ausbildung zum “Mimtruppleiter” befähigt zur Ausarbeitung von Übungsszenarien und zur Erstellung von Verletzungsmustern. Sie befähigt auch zum Umsetzen der Sicherheitsbestimmung, zur Steuerung der Darsteller und vermittelt rechtliche Hintergründe. Sie befähigt auch zur Durchführung der Einweisung von Gelegenheitsdarstellern.

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    Die Ausbildung zum “Übungsleiter” befähigt zum leiten von Übungen für Fachdienste, Stabsübungen, Rahmenübungen sowie großen Vollübungen mit organisationenübergreifendem Charakter . Sie erfordert die Führungsqualifikation aus einer anerkannten Behörde oder Organisation mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und organisationenübergreifende Kenntnisse.

    Diese Führungslehrgänge werden mit einer praktischen Prüfung abgeschlossen. Hierbei leiten die neuen Führungskräfte eine oder mehrere Übungen unter Aufsicht erfahrener Führungskräfte.

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